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Waage
Auf das Gramm genau
Wenige technische Erfindungen vor 1900 sind zeitlich so klar umrissen wie die Briefwaage. Das ist allerdings einfach zu erklären: Waagen, auch solche, mit denen man kleinste Mengen wiegen konnte, gab es schon vorher. Beispielsweise benötigten Apotheker Waagen, die auch im Gramm- und Milligramm-Bereich wiegen konnten. Bis zur Postreform 1839 wurde die Gebühr für den Transport, genau die Zustellung von Briefen und Paketen, ausschließlich von der Entfernung bestimmt. Mit der Postreform wurde das Gewicht zum Grundpfeiler der Berechnung der Portogebühren und damit die Waage im Postamt zum Standard. Heute gehört die Waage ebenso zur Grundausstattung der Versandabteilung von Firmen wie etwa die Falzmaschinen. Der reibungslose und optimierte Versand hat in den letzten 150 Jahren diverse Maschinen hervorgebracht, die die Arbeitsabläufe beschleunigten. Dazu gehört etwa das automatische Wiegen, das Falten von Briefen usw. Die Falzmaschine ist hier nicht weniger filigran gefordert als die Briefwaage, denn es geht bei Papier um die präzise Weiterführung von einem Werkstoff, der enorm dünn ist.
Papier in der Briefabteilung
Auch für Kopierer und Drucker war lange Zeit die größte technische Herausforderung nicht das Bedrucken des Objektes, sondern dessen Handhabung. Papier muss eingezogen und durch das Gerät geführt werden. Wenn sich ein solches Gerät jedoch erwärmt, kann sich dies schon nachteilig auf die Papierführung auswirken. Auch die Waage kämpft damit, dauerhaft präzise zu arbeiten. Was hilft die schönste Waage in der Versandabteilung, wenn Kunden Strafporto bezahlen müssen, weil die Waage der Post exakter messen konnte? Der enorm hohe Standard der Waagen zeigt sich im Programm sowohl bei den Brief- als auch bei den Paketwaagen.