Schreibmaschinen
Für besondere Aufgaben
Vor allem durch den Boom der mobilen Rechner wurden Schreibmaschinen fast vollständig vom Markt verdrängt. Ein Notebook kann vieles mehr und praktisch alles besser. Aber es gibt noch ein paar kleine Nischen, wo Schreibmaschinen unersetzlich oder die optimalere Wahl sind. Das gilt etwa, wenn Formulare ausgefüllt werden sollen. Dies funktioniert mit einer Schreibmaschine einfacher als mit dem Computer, bei dem das Formular zunächst eingescannt werden muss. Dieser Aufwand lohnt sich aber nicht bei Formularen, die extrem selten im Gebrauch sind. Ein anderes Beispiel sind ältere Archivsysteme. Da wären etwa Grundbucheinträge zu nennen, die gelegentlich sogar noch per Hand erledigt werden, sofern die Grundbücher noch nicht alle digitalisiert wurden. In der Nachfolge der Grundbücher, die per Hand geführt wurden, kamen Schreibmaschinen zum Einsatz. Hier ist noch ein wesentlicher Vorteil der Schreibmaschine zu sehen: Sie ist eben nicht mit anderen Systemen vernetzt, was eine besonders sichere Form des Datenschutzes realisiert.
Autoren
Ein wichtiger Kundenstamm sind auch Autoren, die gewohnt sind, an der Schreibmaschine zu texten. Zwar konnte sich auch hier der Laptop etablieren, weil er zumindest formal eine abgeschlossenere und zugleich mobilere Einheit bildet als etwa ein Arbeitsplatz-PC. Aber es gibt nach wie vor Schriftsteller, die es schätzen, wenn sie durch nichts vom Schreiben abgelenkt werden. Die Tippgeräusche der Schreibmaschine sind da manchmal wie rhythmische Hintergrundmusik und unterscheiden sich wesentlich von den typischen Störelementen, die ein modernes Betriebssystem auf das Display vom Computer projizieren. Auch Firmenchefs wünschten sich manchmal, die Arbeitsplatz-PCs böten keine permanente Ablenkung durch Internet usw.